Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)


§1 Geltungsbereich

(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen („AGB“) gelten für alle Verträge zwischen insiba Engineering, Käthe-Kollwitz-Ring 83, 76676 Graben-Neudorf (nachfolgend „Anbieter“) und ihren Kunden über die Nutzung der cloudbasierten Software „eCommerce One“.

(2) Kunden im Sinne dieser AGB können sowohl Unternehmer (§14 BGB) als auch Verbraucher (§13 BGB) sein.

(3) Abweichende Bedingungen des Kunden finden keine Anwendung, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu.

§2 Vertragsgegenstand und Leistungsbeschreibung

(1) Vertragsgegenstand ist die zeitlich befristete Bereitstellung der Software „eCommerce One“ über das Internet im Modell Software-as-a-Service (SaaS).

(2) Der Anbieter stellt dem Kunden die Nutzung der Software sowie Speicherplatz zur Verarbeitung und Speicherung der vom Kunden erzeugten oder importierten Daten zur Verfügung.

(3) Eine Überlassung der Software zur Installation beim Kunden oder eine Herausgabe des Quellcodes erfolgt nicht.

(4) Die Software dient insbesondere der:

  • Aggregation von Bestellungen aus Online-Shops und Marktplätzen
  • Erstellung von Rechnungen, Lieferscheinen und Versandlabels
  • Verwaltung von Kunden-, Produkt- und Versanddaten
  • Automatisierung kaufmännischer Prozesse
  • Anbindung externer Systeme über APIs und Schnittstellen

(5) Die konkrete Funktionsweise sowie der aktuelle Funktionsumfang der Software ergeben sich aus der jeweils gültigen Leistungsbeschreibung (Anlage 1) zur Nutzung der Software eCommerce One.

§3 Vertragsschluss

(1) Die innerhalb der Anwendung oder auf der Website dargestellten Tarife stellen ein verbindliches Angebot zum Abschluss eines kostenpflichtigen Nutzungsvertrags dar.

(2) Der Vertrag kommt zustande, indem der Kunde einen Tarif auswählt und den Buchungsvorgang abschließt.

(3) Der Anbieter bestätigt den Vertragsschluss elektronisch.

§4 Kostenfreie Testphase

(1) Nach erstmaliger Registrierung erhält der Kunde eine einmalige 14-tägige kostenfreie Testphase.

(2) Während der Testphase kann die Software unverbindlich genutzt werden.

(3) Eine kostenpflichtige Nutzung entsteht nicht automatisch.

(4) Gebühren werden erst erhoben, wenn der Kunde im Hauptaccount Zahlungsdaten hinterlegt und ein SEPA-Lastschriftmandat erteilt.

(5) Erfolgt keine Aktivierung eines kostenpflichtigen Accounts, endet die Nutzung automatisch.

(6) Wird innerhalb von drei (3) Kalendertagen nach Ablauf der Testphase kein kostenpflichtiges Abonnement aktiviert, wird der Account einschließlich sämtlicher Daten automatisch gelöscht.

(7) Der Kunde ist verpflichtet, benötigte Daten vor Ablauf dieser Frist zu exportieren.

(8) Eine Wiederherstellung gelöschter Daten ist ausgeschlossen.

§5 Nutzungsrechte

(1) Der Anbieter räumt dem Kunden ein einfaches, nicht übertragbares und auf die Vertragsdauer beschränktes Nutzungsrecht ein.

(2) Die Nutzung ist ausschließlich für eigene Zwecke zulässig.

(3) Untersagt sind insbesondere:

  • Weitergabe oder Unterlizenzierung an Dritte
  • Betrieb als Rechenzentrums- oder White-Label-Lösung
  • Reverse Engineering, Dekompilierung oder Manipulation
  • Nutzung zur Entwicklung konkurrierender Systeme

(4) Updates, neue Versionen oder funktionale Erweiterungen sind Bestandteil des Vertrags.

§6 Pflichten und Obliegenheiten des Kunden

(1) Der Kunde ist verpflichtet, die Software ausschließlich im Rahmen der vorgesehenen Nutzung einzusetzen und alle anwendbaren gesetzlichen Vorschriften einzuhalten.

(2) Der Kunde hat insbesondere dafür Sorge zu tragen, dass Zugangsdaten geheim gehalten und vor unbefugtem Zugriff geschützt werden.

(3) Der Kunde ist verantwortlich für die ordnungsgemäße Einrichtung und Verwaltung seiner Benutzerkonten sowie für sämtliche Aktivitäten, die unter seinem Account erfolgen.

(4) Der Kunde darf die Software nicht missbräuchlich verwenden, insbesondere nicht zur Verarbeitung rechtswidriger Inhalte oder zur Verletzung von Schutzrechten Dritter.

(5) Der Kunde ist verpflichtet, seine Daten regelmäßig selbst zu sichern.

(6) Sicherheitsvorfälle oder der Verdacht unbefugter Nutzung sind dem Anbieter unverzüglich mitzuteilen.

(7) Der Kunde stellt den Anbieter von sämtlichen Ansprüchen Dritter frei, die auf einer rechtswidrigen Nutzung der Software oder auf vom Kunden bereitgestellten Inhalten beruhen.

§7 Verantwortung für Daten und Inhalte

(1) Alle vom Kunden verarbeiteten Daten gelten als Kundendaten.

(2) Der Kunde trägt die alleinige Verantwortung für deren Rechtmäßigkeit, Richtigkeit und Vollständigkeit.

(3) Der Anbieter ist nicht verpflichtet, die Inhalte rechtlich oder fachlich zu prüfen.

§8 Drittanbieter-Systeme und Integrationen

(1) Die Software greift auf externe Systeme, Plattformen und Dienste zu.

(2) Änderungen, Einschränkungen oder Ausfälle dieser Systeme liegen außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters.

(3) Der Anbieter übernimmt keine Gewähr für die dauerhafte Verfügbarkeit oder Funktionsfähigkeit solcher Integrationen.

§9 Preise, Abrechnung und Rechnungsversand

(1) Die Rechnungsstellung erfolgt monatlich jeweils zum 1. Kalendertag auf Grundlage des im Vormonat angefallenen Nutzungsvolumens gemäß gültiger Preisliste.

(2) Die Rechnungen werden ausschließlich elektronisch per E-Mail bereitgestellt.

(3) Der Kunde ist verpflichtet, eine gültige Empfangsadresse vorzuhalten.

(4) Die Gebühren werden innerhalb von fünf (5) Kalendertagen nach Rechnungsstellung per SEPA-Lastschrift eingezogen.

§10 Zahlungsabwicklung über externe Zahlungsdienstleister

(1) Zur technischen Durchführung von Zahlungen bedient sich der Anbieter eines externen Zahlungsdienstleisters. Die Zahlungsabwicklung erfolgt ausschließlich über diesen Dienstleister.

(2) Die Erteilung des SEPA-Lastschriftmandats erfolgt im Rahmen der Einrichtung des Kundenkontos direkt gegenüber dem Zahlungsdienstleister. Der Anbieter selbst speichert keine vollständigen Zahlungsdaten.

(3) Der Kunde willigt ein, dass die zur Zahlungsabwicklung erforderlichen Daten an den Zahlungsdienstleister übermittelt werden.

(4) Der Anbieter bleibt berechtigt, den eingesetzten Zahlungsdienstleister jederzeit durch einen gleichwertigen Anbieter zu ersetzen, soweit dies für den Kunden zumutbar ist.

§11 Vertragslaufzeit und Kündigung

(1) Der Vertrag wird auf unbestimmte Zeit geschlossen.

(2) Er kann von beiden Parteien jederzeit mit Wirkung zum Ende eines Kalendermonats gekündigt werden.

(3) Die Kündigung kann in Textform oder über die vorgesehenen Funktionen innerhalb der Anwendung erfolgen.

(4) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.

(5) Mit Wirksamwerden der Kündigung endet das Nutzungsrecht an der Software automatisch.

§12 Verfügbarkeit, Wartung und technische Änderungen

(1) Der Anbieter stellt die Software im Rahmen der bestehenden technischen, betrieblichen und wirtschaftlichen Möglichkeiten bereit.

(2) Eine jederzeitige, unterbrechungsfreie Verfügbarkeit kann aufgrund der Natur internetbasierter Dienste nicht gewährleistet werden.

(3) Der Anbieter ist berechtigt, Wartungsarbeiten, Updates, Sicherheitsmaßnahmen oder technische Änderungen durchzuführen, soweit dies zur Aufrechterhaltung oder Verbesserung des Betriebs erforderlich ist.

(4) Der Anbieter ist ferner berechtigt, Funktionen weiterzuentwickeln, anzupassen oder einzustellen, sofern der vertragsgemäße Gesamtzweck erhalten bleibt.

§13 Vertraulichkeit

(1) Beide Parteien verpflichten sich, alle im Rahmen des Vertragsverhältnisses erlangten vertraulichen Informationen geheim zu halten.

(2) Diese Verpflichtung gilt über die Dauer des Vertrages hinaus fort.

(3) Nicht als vertraulich gelten Informationen, die öffentlich bekannt sind oder ohne Vertragsverletzung bekannt werden.

§14 Haftung

(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit.

(2) Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten) und beschränkt auf den vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden.

(3) Eine Haftung für mittelbare Schäden, entgangenen Gewinn oder Datenverluste besteht nur im Rahmen zwingender gesetzlicher Vorschriften.

(4) Der Anbieter haftet nicht für Störungen, die außerhalb seines Einflussbereichs liegen, insbesondere Ausfälle von Internetverbindungen, Hosting-Infrastruktur oder Drittanbietersystemen.

§15 Höhere Gewalt

(1) Ereignisse höherer Gewalt, insbesondere Naturkatastrophen, Streiks, behördliche Maßnahmen oder großflächige Netzstörungen, entbinden den Anbieter für die Dauer der Störung von seinen Leistungspflichten.

(2) Dauert ein solches Ereignis länger als einen angemessenen Zeitraum an, sind beide Parteien berechtigt, den Vertrag außerordentlich zu kündigen.

§16 Daten nach Vertragsende

(1) Mit Beendigung des Vertrages endet die Pflicht des Anbieters zur Speicherung der Kundendaten. Eine unentgeltliche Aufbewahrung erfolgt nicht.

(2) Der Kunde ist selbst dafür verantwortlich, rechtzeitig vor Vertragsbeendigung sämtliche benötigten Daten zu exportieren und zu sichern.

(3) Nach Vertragsende ist der Anbieter berechtigt, alle gespeicherten Daten dauerhaft zu löschen, sofern keine zwingenden gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen.

(4) Soweit gesetzliche Aufbewahrungspflichten bestehen, werden die betroffenen Daten ausschließlich zur Erfüllung dieser Pflichten gesperrt.

(5) Ein Anspruch auf Wiederherstellung oder Herausgabe von Daten nach Vertragsende besteht nicht.

§17 Änderungen dieser AGB

(1) Der Anbieter ist berechtigt, diese AGB mit Wirkung für die Zukunft zu ändern, sofern hierfür ein sachlicher Grund besteht, insbesondere bei rechtlichen, technischen oder wirtschaftlichen Änderungen.

(2) Änderungen werden dem Kunden rechtzeitig mitgeteilt.

§18 Schlussbestimmungen

(1) Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.

(2) Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist Gerichtsstand der Sitz des Anbieters.

(3) Sollten einzelne Bestimmungen unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Regelungen unberührt.

Stand: 02.03.2026